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Wir wissen heute, dass diese Kampagne leider zwecklos war: Die breite Masse hat sich - wie rechts und unten abgebildet - weiterhin in heimelnden Stilmöbeln zwischen Altdeutsch und Eiche Rustikal eingerichtet. Vor allem der teure Perserteppich durfte in keinem Wohnzimmer fehlen: Die "gute Wohnstube" war nicht zum "Wohnen", sondern lediglich ein "Präsentier-teller" für Gäste. Beworben wurde der "Muff" als Wertanlage wie hier von BARTELS: Wer etwas darstellen wollte von Rang und Namen setzte auf gediegene Stilmöbel - nach dem Motto je wuchtiger, desto teurer. Schwere, unverrückbare Bücherschränke in "deutscher" Eiche mit vergitterten Glasscheiben, wuchtige, rustikale Sessel mit unverwüstlichen, geblümten Gobelinstoff um einen stabilen Couchtisch mit Kachelauflage - gekrönt vom Kupferkessel mit Trockenblumen-arrangement, biederer Standuhr und gesticktem Blumenbild ... Farbige Lampenschirme aus gefälteten oder geschlauften Kunststoffbändern wurden nicht nur in Esszimmern, sondern vor allem in Schlafzimmern gern aufgehängt. mit dem die breite Käuferschar wohl nicht dieses moderne Design, sondern eher den beliebten Stilmöbel-"Muff" verbindet.

Clubsessel und Garnituren in gedecktem Rot, Beige oder Grün waren durch ihre Styropor auf Holzkonstruktion leicht und beweglich, unterstützt durch ihre Rollen konnte ab nun durch das Wohnzimmer gerollert werden. Die aufregenden, roten Muster der Läufer wurden allerdings in deutschen Haushalten eher im Schlaf- oder Kinderzimmer verwendet. Der Essplatz war funktional eingerichtet: Gepolsterte Stühle und ein großer Tisch mit robuster Resopalauflage auf schlichtem schwarzem Metallgestell.

Couchen und Sessel aus dunkelbraunem, breitem Cord gab es in vielen Variationen - die schickste mit Fiberlite-Rahmen "Amanta" entworfen von Mario Bellini für C&B Italia, 1966.


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