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Ein paar Ideen sind schnell zu Papier gebracht, damit der Grundriss später aber funktioniert, sind schon einige Gedanken mehr notwendig. Eine vierköpfige Familie kann zum Beispiel mit einer Wohnfläche von 110 bis 120 Quadratmetern bei zweigeschossiger Bauweise gut auskommen und dabei komfortabel wohnen.

Weniger ist häufig mehr, und das Gefühl von räumlicher Weite hängt nicht nur von den verfügbaren Quadratmetern ab, sondern auch von sinnvollen Raumanordnungen und -zuschnitten. Ein klarer, schnörkelloser Grundriss funktioniert im Alltag am besten, kann flexibel gestaltet werden und bietet auch bei begrenzter Fläche ausreichend Platz. Zu einem behaglichen Wohngefühl in den Aufenthaltsräumen trägt unter anderem ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Glasflächen und geschlossenen Wandflächen bei. Küchen und Bäder sollten stets übereinander oder nebeneinander angeordnet werden, damit die nötigen Wasserleitungen wirtschaftlich in einer Wand verlegt werden können.

Kurze Wege von Garage oder Haustür zur Küche sorgen dafür, dass die Einkäufe nicht unnötig weit getragen werden müssen. Wenn im Windfang oder in der Eingangsdiele mindestens zwei Personen gleichzeitig Schuhe und Jacken ablegen können, ist das bequemer und alltagstauglicher, als wenn sie durch das Nadelöhr einer minimal bemessenen Garderobe das Haus nur einzeln betreten können. Ein bis zwei Quadratmeter mehr im Eingangsbereich vermeiden Stress beim Ankommen und Gehen und lassen sich durch eine gute Grundrissplanung an anderer Stelle leicht wieder kompensieren. Neben eher grundsätzlichen Überlegungen spielen aber auch einige spezifische Einflüsse eine wichtige Rolle, vor allem das Grundstück. Ob dicht angrenzende Nachbarhäuser, Hanglagen oder schwierige Bodenverhältnisse, die vielleicht gegen einen Keller sprechen – all dies muss bei der Planung eines Grundrisses berücksichtigt werden. Wenn das Haus von Norden oder von Osten erschlossen wird, können auf der Nord- und Ostseite die Nebenräume liegen und als Klimapuffer dienen, während die ruhige Südseite den Aufenthaltsräumen vorbehalten ist und große Fenster dort zum passiven Solarenergiegewinn beitragen können.

Ist die Erschließung jedoch nur von Süden möglich und liegt der ruhige Bereich des Grundstücks nach Norden, muss ein ausgeklügelter Grundriss für genügend Ruhe, Sonne und Tageslicht in den Wohnräumen sorgen. Haus am Hang mit Erschließung von oben Grundriss: Architekten Ronacher ZT GmbH Grundriss: Architekten Ronacher ZT GmbH Idealerweise fällt wie in diesem Beispiel der Hang nach Süden hin ab, weshalb sich die mittige offene Treppe mit Panoramablick durch raumhohe Glasflächen anbietet. Über Eck durchgehende Wandflächen im Wohnraum schaffen einen geborgenen Platz für die Sitzgruppe bei gleichzeitigem Ausblick über große Glasflächen.

Eine Terrasse nach Westen und eine Loggia nach Süden bieten trotz des ansteigenden Hangs viel Sonne und abwechslungsreiche Ausblicke. Eingeschossige Häuser auf ebenen Grundstücken sind für eine barrierefreie Gestaltung ideal, zumal sie von allen Räumen einen direkten Zugang ins Freie bieten können. Allerdings ist bei solchen Bungalows der Anteil von Grundfläche und Außenwandflächen im Vergleich zum beheizten Raumvolumen relativ hoch, was nicht nur die Kosten für Erdaushub und Bodenplatte erhöht, sondern auch zu mehr Wärmeverlusten über die Außenwände führt.

Gerade in kleinen Häusern mit begrenzter Wohnfläche ist es wichtig, die vorhandene Fläche optimal zu nutzen, um wertvolle Quadratmeter für die Aufenthaltsräume zu gewinnen. Raumhohe Einbauschränke können Trennwände zwischen Flur und Kinder- oder Schlafzimmer ersetzen und so konzipiert werden, dass sie sich von beiden Seiten öffnen lassen. Im Erdgeschoss kann statt einer Trennwand ein raumhoher Einbauschrank oder eine einläufige Treppe mit integriertem Schrank Wohnraum, Eingangsbereich und Nebenraumzone voneinander abgrenzen und ein Plus an Stauraum bieten. Wenn die Räume einzeln über einen Flur erschlossen werden, sorgt das für mehr Privatsphäre der Bewohner als wenn alle Raumbereiche offen ineinander übergehen.

Führt die Treppe vom Flur aus ins Obergeschoss, bleibt dieses räumlich und akustisch unabhängig vom Erdgeschoss, was gerade bei Familien mit heranwachsenden Kindern Vorteile bietet. Bei einem offenen Grundriss gehen mehrere Raumbereiche ineinander über, wodurch weniger Wandflächen und Türen anfallen.

Handelt es sich dabei um einen langen, durchgehenden Raum, blickt man vom Wohnzimmersofa allerdings auf die eventuell unaufgeräumte Küchenanrichte. Bei einem L-förmigen Wohnraum kann man dagegen die Küche um die Ecke, vom Wohnbereich aus blickgeschützt, jedoch offen zum Essplatz hin anordnen. Eine Variante des offenen Grundrisses stellt die Raum-zu-Raum-Erschließung dar, bei der Verkehrsflächen so gut wie ganz wegfallen. Sie bieten allerdings kaum Rückzugsmöglichkeiten, und auch akustisch sind alle Bereiche, unter Umständen auch das Obergeschoss, miteinander verbunden. Als Abschluss des Flurs im Obergeschoss bietet ein Panoramafenster mit einem tiefen, beheizten Sitzrahmen aus Holz nicht nur den Kindern einen besonderen Rückzugsort mit Fernblick. Dazu gehört, dass Aufenthaltsräume ähnliche Größen aufweisen, sodass aus einem oder zwei zusammengelegten Kinderzimmern ein Wohnraum oder aus einem Büro ein Schlafzimmer und umgekehrt werden kann.

Um Erdgeschoss und Obergeschoss als eigenständige Wohnungen nutzen zu können, muss die Treppe im Eingangsbereich angeordnet sein, idealerweise direkt an der Fassade. Durch die Lage der Treppe am Eingang und das zusätzliche Zimmer mit angrenzendem Bad kann das Haus leicht in zwei separate Wohnungen aufgeteilt werden. Insofern umfasst die Erstellung eines Grundrisses mindestens die Leistungsphasen 1 bis 2 der HOAI, unter Umständen auch die Phasen 1 bis 3.

Grundrisse, ein Rohbau steht auf einem Grundriss, Foto: Chlorophylle / stock.adobe.com
Grundrisse, ein Rohbau steht auf einem Grundriss, Foto: Chlorophylle / stock.adobe.com
Grundrisse: Wohnzimmer im Landhausstil, Foto: Inter IKEA Systems B.V.
Grundrisse: Wohnzimmer im Landhausstil, Foto: Inter IKEA Systems B.V.
Grundrisse, Baggerarm reicht tief in eine zum Tal hin offene Baugrube hinab. Foto: Hermann / stock.adobe.com
Grundrisse, Baggerarm reicht tief in eine zum Tal hin offene Baugrube hinab. Foto: Hermann / stock.adobe.com
Grundriss: Architekten Ronacher ZT GmbH
Grundriss: Architekten Ronacher ZT GmbH
Grundriss: Architekten Ronacher ZT GmbH
Grundriss: Architekten Ronacher ZT GmbH
Grundriss: Arc Architekten Partnerschaft
Grundriss: Arc Architekten Partnerschaft
Grundriss: Arc Architekten Partnerschaft
Grundriss: Arc Architekten Partnerschaft
Grundrisse, Blick in ein Tiny House mit Küche, Ess- und Wohnzimmer sowie Schlafpodest, Foto: ppa5 / stock.adobe.com
Grundrisse, Blick in ein Tiny House mit Küche, Ess- und Wohnzimmer sowie Schlafpodest, Foto: ppa5 / stock.adobe.com
Grundriss: Innauer-Matt-Architekten ZT
Grundriss: Innauer-Matt-Architekten ZT
Grundriss: studio lot, Architektur/Innenarchitektur
Grundriss: studio lot, Architektur/Innenarchitektur
Grundriss: studio lot, Architektur/Innenarchitektur
Grundriss: studio lot, Architektur/Innenarchitektur

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