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Für viele Gärtner ist jedenfalls erfreulich, dass die Gartensaison im Frühjahr zeitiger beginnt und im Herbst länger dauert. Jetzt reinhören: Der Garten der Zukunft Trockenere Böden, weniger Regen, mildere Winter: Der Klimawandel ist inzwischen auch für uns Gärtner deutlich spürbar.

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Die Extreme nehmen zu Zu den Gewinnern im Garten gehören Pflanzen aus den warmen Mittelmeerländern, die mit langer Trockenheit und Hitze gut zurechtkommen. In klimatisch milden Regionen, etwa am Oberrhein, gedeihen heute schon Hanfpalmen, Bananenstauden, Wein, Feigen und Kiwis in den Gärten. Denn es wird nicht nur wärmer, auch die Niederschlagsverteilung ändert sich: Die Sommer werden, von einigen verregneten Ausnahmen einmal abgesehen, trockener, die Winter dafür feuchter.

Mit diesen Schwankungen zwischen heiß und trocken, feucht und kühl kommen viele Pflanzen nicht zurecht, warnen die Experten. Zahrleiche mediterrane Pflanzen reagieren empfindlich auf nasse Böden und können im Winter der Fäulnis zum Opfer fallen. Lediglich in einigen Regionen wie dem Sauerland und dem Bayerischen Wald ist mit einer leichten Zunahme der sommerlichen Niederschläge zu rechnen (blau). In einem etwa 100 km breiten Korridor von Brandenburg bis zum Weserbergland sind dagegen überwiegend niederschlagsärmere Winter zu erwarten (gelbe Bereiche). Neue Schädlinge breiten sich aus Zu den unerfreulichen Prognosen der Klimaforscher zählt die Zunahme von Unwettern, also starken Gewittern, heftigen Regenschauern, Stürmen und Hagel. Neue Insektenarten breiten sich aus, im Wald müssen Förster schon jetzt ungewöhnliche Arten wie Schwammspinner und Eichenprozessionsspinner bekämpfen, die früher in Deutschland kaum auftraten.

iStock/dennisvdw Die warmen und trockenen Winter und die allgemein gestiegenen Temperaturen machen dem Eichenprozessionsspinner den Weg in unsere Gefilde frei Betroffen sind vor allem neu gepflanzte Bäume und alte, flachwurzelnde Exemplare, die sich nur schlecht auf veränderte Bedingungen einstellen können.

Zudem wird beobachtet, wie manche Schaderreger ihr typisches Wirtsspektrum verlassen und auch Arten befallen, die von ihnen bisher verschont wurden. Dazu lassen sich beispielsweise Huminsäurepräparate ausbringen oder der Boden mit sogenannten Mykorrhiza-Pilzen impfen, die mit den Bäumen in Symbiose leben.

Nicht nur direkt nach dem Pflanzen, sondern je nach Witterung über die ersten zwei bis drei Jahre, bis der Baum gut eingewachsen ist. Klimawandel – gut für die Ernte Weniger Regen und höhere Temperaturen während der Saison bringen neue Risiken und Möglichkeiten für den Gemüsegarten mit sich.

Der Wissenschaftler Michael Ernst von der Staatsschule für Gartenbau in Hohenheim berichtet im Interview mit MEIN SCHÖNER GARTEN über die Auswirkungen des Klimawandels auf den Gemüseanbau. Mit etwas Schutz, zum Beispiel einer Vliesabdeckung, kann man sogar wie in den Mittelmeerländern Arten wie Mangold und Endivie über den Winter anbauen.

Subtropische und tropische Gemüsearten wie Andenbeere (Physalis) oder Honigmelone kommen mit hohen Temperaturen gut zurecht und lassen sich im Gemüsegarten kultivieren. Süßkartoffeln (Ipomoea) kann man bei Vorkultur ab Ende Mai ins Freiland pflanzen und im Herbst ernten. Trockenperioden und ungleichmäßige Wasserversorgung führen zu pelzigen Radieschen, bei Kohlrabi und Möhre steigt die Gefahr, dass sie unschön aufplatzen. Gemüsefliegen wie Kohl- oder Möhrenfliege werden etwa einen Monat früher im Jahr auftreten, dann wegen der hohen Sommertemperaturen eine Pause einlegen und erst im Herbst wieder eine neue Generation schlüpfen.

Vorbeugend sollte man durch naturnahes Gärtnern günstige Bedingungen für Nützlinge wie Schwebfliegen, Florfliegen und Marienkäfer schaffen.

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