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Zusammen duschen, essen, arbeiten – das alles dürfen Ehepartner ohne den anderen. Andere sagen: Zwei Betten wirken sich positiv auf das Sexualleben aus

„Mein Mann und ich duschen getrennt“ taugt nicht als Talkshow-Thema und würde auch keine Bekenntnis-Sachbücher verkaufen.

Paare müssen sich auch nicht gemeinsam die Zähne putzen, dürfen getrennt arbeiten, verreisen, zum Arzt, in den Supermarkt, zu Abend essen und Freunde treffen. Der eine kann sich anonym verbrennen lassen, während der andere seine Ewigkeit in Gänze und unter Blümchen suchen darf. Verschiedenen, vagen, wenig repräsentativen Umfragen zufolge geben zwischen 80 und 90 Prozent der Deutschen an, als vermutlich zusammen wohnendes Paar gemeinsam in einem Bett zu schlafen.

Das eine Paar, das sagt, es habe zwei Betten, schiebt hinterher, dass sie aber doch immer nur in einem schlafen. Es ist in unserer Kultur mehr als nur der Ort, an dem man allabendlich sein Bewusstsein verliert. Das Bett steht synonym für eine Intimsphäre, die man als Paar teilen muss, das scheint der Kern einer Partnerschaft zu sein.

Wer sagt: „Wir haben zwei Betten“, der kann hinterherwerfen „Aber dafür leiten wir gemeinsam eine Firma und teilen uns die Zahnbürste“, er wird dennoch nichts mehr herumreißen können. Denn dort, wo es im Leben offenbar wirklich drauf ankommt, den Schlaf, das Bett, das Herz das Heimes, dort sind sie alleine. Die haben sich auseinander gelebt, vermutet die öffentliche Meinung dann.

Unser Kultur will also, dass zu jeder ordentlich zusammenwohnenden Partnerschaft folgende Sätze gehören: Dabei werden diese Sätze in deutschen Schlafzimmern von 50 Prozent eines jeden Paares natürlich noch nicht mal gehört. Meist frierend, da der geliebte Partner nie mit Heizung einschlafen will.

Denn endlich hat er die Position gefunden, bei der er jedes Bettquadrat mit mindestens einer Extremität belegt.

Viele wollen sich einfach nur ausruhen oder sogar schlafen. Eine kanadische Studie zeigt nun, welche drei Dinge uns danach wirklich gut tun.

Der eigentlich Liebende versucht die plötzlich feindlichen Extremitäten auf ihr Gebiet zurückzuschlagen. Denn der Schuldige ist nicht wirklich schuld, er hat nur geschlafen. Denn die Bett begründete latente Feindschaft der Liebenden kann oftmals auch schon vor dem Einschlafen beginnen.

Wer zum Beispiel gerne lesend einschläft, muss dieses Neigung nämlich zu Gunsten seiner Bett manifestierten Beziehung aufgeben.

Liebling wird dann meist noch ein bisschen ungehalten, sagt, dass er nur sehr ungern mit einer Stoppuhr liest, vor allem so direkt vor dem Einschlafen. Eine goldene Partnerschaftsregel besagt wiederum: niemals Streit mit ins Bett nehmen.

Befolgt man sie, muss das Paar nun also nochmal kurz aufstehen, den Streit zu Ende bringen: In wirklich gut funktionierenden Beziehungen, das ist bekannt, einigt man sich stets auf einen Kompromiss. Hilft er nicht im Haushalt, geht sie fremd Was ist der Grund dafür, dass Frauen fremdgehen? Es liegt der Verdacht nahe, dass in einer Zeit, in der beide Partner berufstätig sind, das Ehebett nicht mehr zur zeitgemäßen Pflicht taugt.

Andere sagen, dass sich zwei Betten positiv auf das Sexualleben auswirken könnten, weil die Anwesenheit eines zu beschlafenden Partners dann nicht mehr selbstverständlich sei. Das miteinander Wachsein muss heute wichtiger sein als das nebeneinander Schlafen.


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