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(Bild: HSB/Wilfried Ritter) "Welche Pläne Sie für den Bau Ihres Einfamilienhauses brauchen, wer diese zeichnen soll, wie viel das kostet und worauf Sie verzichten können." Trotzdem gibt es etwas, was vielleicht auch Sie in Zusammenhang mit dem Zeichnen der Baupläne bisher noch nicht wirklich gewusst haben: In der professionellen Bauplanung wird nämlich dank computerunterstützter CAD-Planung im Wesentlichen immer nur ein einziger Plan erstellt.

Ein mehrdimensionaler Bauplan, in dem alle für die komplette Bauausführung benötigten Details entweder zweidimensional oder in 3D enthalten sind.

Und ist so ein umfassender Bauplan einmal fertig, kann aus diesem Universalplan, der mit dem Computer immer dreidimensional gezeichnet wird, für jeden beliebigen Zweck ein eigener Plan erstellt werden. Dazu müssen nur die jeweils benötigten Details und Planinhalte ein- oder ausgeblendet und als neuer Plan XY am PC abgespeichert werden.

Der so entstandene "neue" Plan wird dann noch mit individuellen Plankopf-Beschriftungen und Planangaben ergänzt, ausgedruckt, richtig gefaltet und seiner Bestimmung zugeführt, wobei beim privaten Hausbau nur zwei Planarten üblich sind: Die Genehmigungs- und Ausführungspläne - bei Bedarf in unterschiedlichen Maßstäben - entstehen bei der CAD-Planung also aus einem einzigen "Masterplan". Es gibt nämlich auch heute noch Planzeichner, die wie früher alles per Hand zeichnen - und das ist im Grunde genommen kein Problem.

Einerseits schreiben Behörden keine CAD-Pläne ausdrücklich vor und andererseits ist es den Bauarbeitern und Handwerkern ziemlich egal, ob Baupläne mit dem Computer oder per Hand gezeichnet wurden.

Hauptsache, aus den Plänen geht eindeutig hervor, wie etwas ausgeführt werden muss. Sofern überhaupt noch jemand händisch zeichnet, sind aber andere handgezeichnete Pläne die wichtigsten:

Detailpläne oder Skizzen, die auf der Baustelle vom Bau- oder Projektleiter auch schon einmal auf ein Stück Holz, auf eine freie Wandfläche oder auf sonstige Untergründe gezeichnet werden, um die detaillierte Ausführung anschaulich darzustellen. weil eine CAD-Planung, mit der auch handgezeichnete Linien simuliert werden können, schlicht und einfach (bei Änderungen) flexibler ist und schneller geht - WENN man es einmal kann. Die auf dieser Infoseite angeführten Kosten für die Erstellung der verschiedenen Baupläne, die für den Bau eines Einfamilienhauses benötigt werden, stellen immer nur Richtwerte bzw. Preisspannen dar.

Diese hängen davon ab, ob Sie den Auftrag für das Bauplan-Zeichnen als Einzel-Auftrag vergeben oder im Rahmen eines Architektenvertrages. Architektenvertrag bedeutet: Ein mit Ihrer Generalvollmacht ausgestatteter Architekt wickelt das gesamte Bauprojekt ab. Mit dieser HOAI werden die Aufgaben der Architekten in Leistungsphasen mit anteiligen Prozentsätzen am Gesamthonorar unterteilt.

Das sind die EU-Durchschnittspreise für ein durchschnittliches Einfamilienhaus , die auch die Grundlage für alle Preis- und Kostenangaben auf dieser Website sind. Was in den einzelnen Leistungsphasen ganz konkret enthalten ist und was es sonst noch alles über die geregelten Honorare zu wissen gibt, können Sie bei Bedarf jederzeit in der HOAI nachlesen. Wenn Sie möchten, können Sie die aktuelle Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI 2021) gleich hier als PDF-Datei völlig barrierefrei herunterladen und online lesen. Die "richtige" und mit der HOAI vergleichbare Honorarordnung für Architekten ist in Österreich allerdings die HIA - Honorarinformation Architektur. Falls Sie sich für ein Fertighaus von der Stange entscheiden, wird der Entwurfsplan üblicherweise von Katalogen mit darin abgebildeten Typenhäusern und Hausmodellen ersetzt. WENN Sie aber ein individuell geplantes Einfamilienhaus haben wollen, werden mit dem Entwurfsplan Ihre Vorstellungen vom eigenen Haus erstmals so richtig zu Papier gebracht.

"So richtig" bedeutet dabei tatsächlich, dass alle wesentlichen Details im Plan enthalten sind: Anschichten, Grundrisse und Gebäudeschnitte. Grundlage für den Entwurfsplan (M 1:100) ist übrigens wieder ein anderer Plan - der allererste Vorentwurf. Im privaten Einfamilienhausbau sind das meistens die vom Bauherrn selbst angefertigten Skizzen, Fotocollagen oder sonstige Planvorlagen, die im Zuge der unverzichtbaren Vorbereitungsschritte entstanden sind.

Preis-Hinweis: Die Kosten gelten für einen Entwurfsplan, der die Grundlage für die Genehmigungsplanung ist und nicht wesentlich geändert werden muss.

Die Anzahl der in den Kosten enthaltenen Entwurfspläne sollte daher VORHER einvernehmlich festgelegt werden. Verzichten Sie bei der Planung Ihres Hauses möglichst auf Details wie Erker, Balkone, Türmchen oder sonstige Sachen, die nur Geld kosten und höchsten einen optischen Mehrwert für Sie haben.

Investieren Sie lieber in hochwertige Baustoffe und Technik, die sich auf lange Sicht auch wirklich bezahlt machen. Ein Passivhaus mit schlichter, aber umso wirkungsvollerer Architektur kostet beispielsweise heute nicht mehr als ein vergleichbares "Türmchen- oder Erker-Haus". Mit Genehmigungsplan ist jener wichtigster aller Pläne gemeint, der bei der zuständigen Baubehörde gemeinsam mit dem Ansuchen um Baubewilligung zur Genehmigung vorgelegt werden muss.

Dieser Bauplan im Maßstab 1:100, der in Österreich als Einreichplan und in Deutschland als Eingabeplan bezeichnet wird, ist also die Voraussetzung für die Baugenehmigung, Bauerlaubnis, Baubewilligung oder für den Baubewilligungsentscheid (Schweiz) und stellt die verbindliche Grundlage für alle Arbeiten auf Ihrer Baustelle dar. Die behördlichen Verfahren zur Erwirkung einer Baubewilligung laufen in allen Ländern ähnlich ab - nur die Bezeichnungen der einzelnen Verfahrensschritte sind länderspezifisch. Aber egal, ob Bauantrag, Bauansuchen oder Baugesuch - der Genehmigungsplan samt Bewilligungsbescheid ist in jedem Fall das absolut wichtigste Dokument für den Bau Ihres Hauses.

Preis-Hinweis: Die Kosten bei einem Einzel-Auftrag gelten für einen Genehmigungsplan, der auf Grundlage eines detaillierten Entwurfsplans erstellt wird. Liegt KEIN Entwurfsplan vor, der als Vorlage für den Genehmigungsplan herangezogen werden kann, ist mit Kosten von 3.000 bis 4.000 EUR zu rechnen.

WENN Sie sich also dazu entscheiden, vom beauftragen Planer gleich einen professionellen CAD-Bauplan zeichnen zu lassen, wird der Ausführungsplan bzw. Polierplan weitgehend identisch mit dem Genehmigungsplan sein. Im Unterschied zum Genehmigungsplan sind im Polierplan allerdings viel mehr Details "eingeblendet" - die im "Basisplan" vielleicht schon enthalten sind (oder später nach Bedarf eingetragen werden) , bisher aber noch nicht sichtbar gemacht und ausgedruckt wurden.

In wieder einer anderen Zeichenebene werden alle späteren Einrichtungsgegenstände einzeichnet, wobei es hier nur um die Lage bzw. Situierung geht. Ganz einfach: Weil erstens verschiedene Pläne in unterschiedlichen Maßstäben ausgedruckt werden müssen und zweitens, weil so ein mit Daten überfüllter Plan viel zu unübersichtlich und damit anfällig für Fehler wäre.

Preis-Hinweis: Die Kosten bei einem Einzel-Auftrag gelten für die Erstellung eines Genehmigungsplan, wenn KEIN detaillierter Einreichplan vorliegt. Das wissen die Fachleute ohnehin und falls nicht, gibt es dazu ja auch noch Detailpläne. Detailpläne haben den Zweck, bestimmte Bauteile absolut exakt darzustellen. Oder es geht um ein Großbauvorhaben, an dem viele Fachplaner beteiligt sind: Statiker, Bauphysiker, Haustechniker, Geometer oder welche Spezialisten auch immer. Derartige Detailplanungen kosten dann auch sehr viel Geld - oft weit über 100.000 EUR. Damit sind aber NUR jene Detailpläne gemeint, die vom Bauherrn oder dessen beauftragten Planer angefertigt und zur Verfügung gestellt werden.

Detailpläne, die von den ausführenden Firmen für betriebsinterne Zwecke erstellt oder verwendet werden, sind dagegen sogar üblich - haben aber mit IHNEN als Bauherr nichts zu tun. In der Praxis würde das bedeuten: Kommt es irgendwo zu Mängeln, die im wahrsten Sinne des Wortes im Detail stecken, kann sich der Bauunternehmer problemlos auf Planungsfehler bzw. Planungen mit fehlerhaften Ausführungsdetails berufen.

Gibt es hingegen keine Planungsvorgaben für eine Bauleistung, tritt automatisch der Bauunternehmer als Planer auf und ist somit selbst für die korrekte Detailausführung verantwortlich. Für die Haustechnik-Planungen gilt ebenfalls: Damit sollten sich Bauherren nicht wirklich beschäftigen.

Da es dabei vor allem um die Lage und Anzahl der von den Bauherren gewünschten Lichtschalter und Steckdosen geht, macht es in diesem Fall Sinn, seine eigenen Vorstellungen zu Papier zu bringen.

Baupläne zeichnen: Planungsarbeiten als Grundlage für die richtige Bauausführung
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Hausbau Genehmigungsplan
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