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Im Ort angekommen, geht es über die Straße Friedrichsgroden bis zur gleichnamigen Bushaltestelle, um dort rechts abzubiegen und langsam über den Bauernhof zu fahren. Nach einigen Hundert Metern über eine etwas ruppige Betonpiste zwischen Feldern und Deich ist das Haus Nummer 16 erreicht, ein roter Backsteinbau: die Meeresbiologische Wattstation der WWU.

„Da gab’s noch keine Labore, nur eine alte Bauernkate“, sagt Dr. Hans-Ulrich Steeger vom Institut für Zoophysiologie (IZP), der die Wattstation leitet. „Es heißt, die ersten Kurse habe Prof. Hinrich Rahmann seinerzeit noch in der Garage seines benachbarten Ferienhauses abgehalten.“ 1972 ersetzte ein Neubau die Kate.

„Für ein bereits bewilligtes Forschungsprojekt aus der Ökosystemforschung war die Station schon wieder zu klein geworden, die Ornithologen sind auf Campingwagen ausgewichen.“ Neben einem kleinen und einem größeren Seminarraum für acht beziehungsweise 30 Personen und einem Kursraum stehen dafür auch ein Trockenlabor und ein seewasserfestes Nasslabor zur Verfügung.

„Am Rand des Nationalparks finden sich besondere Lebensräume und somit einzigartige Tier- und Pflanzengemeinschaften in Salzwiesen, Gezeitenzonen, Watten, Prielen und Platen, auf Dünen und Stränden,“ erläutert Hans-Ulrich Steeger. Prof. Dr. Harald Strauß vom Institut für Geologie und Paläontologie unternimmt mit Masterstudierenden der Geowissenschaften in Carolinensiel regelmäßig Exkursionen ins Watt.

„Ich kann die Wattstation nur in den höchsten Tönen loben“, unterstreicht er, „vor allem für die Möglichkeit des forschenden Lernens und die besondere Arbeitsatmosphäre.“ Wegen der Abhängigkeit von den Gezeiten sei es nicht ungewöhnlich, bis nachts um ein Uhr im Labor zu arbeiten. „Die Studierenden machen aber gerne mit, es ist ja etwas anderes als ein normales Laborpraktikum.“ Harald Strauß freut sich über die gute technische Ausstattung und Infrastruktur des Hauses.

„Wir bringen lediglich ein kleines chemisches Labor aus Münster mit.“ Die Wattstation ermögliche es, geologische und biologische Expertise zu verknüpfen. Externe Gäste waren Kurse der Universitäten Köln und Düsseldorf, des Max-Planck-Instituts für marine Mikrobiologie sowie Forscherinnen und Forscher des Alfred-Wegener-Institus Bremerhaven, der Vogelwarte Helgoland und angehende Nationalpark-Ranger des Landes Niedersachsen.

„Darüber hinaus können wir das Haus je nach Auslastung an Erholungsgäste innerhalb der WWU vergeben“, betont Hans-Ulrich Steeger.

Anfang der 70er Jahre kaufte die Universität Münster das Gelände, auf dem heute die Meeresbiologische Wattstation untergebracht ist.<address>© WWU - nor</address>
Anfang der 70er Jahre kaufte die Universität Münster das Gelände, auf dem heute die Meeresbiologische Wattstation untergebracht ist.
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Keine teure Technik, keine Schau-Aquarien - die beiden hintereinander gelegenen Labore sind solide und funktional ausgestattet. Hier haben schon Generationen von Studierenden Proben aus dem Wattenmeer untersucht.<address>© WWU - nor</address>
Keine teure Technik, keine Schau-Aquarien - die beiden hintereinander gelegenen Labore sind solide und funktional ausgestattet. Hier haben schon Generationen von Studierenden Proben aus dem Wattenmeer untersucht.
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Für eine besondere Arbeitsatmosphäre stehen helle Seminarräume zur Verfügung.<address>© WWU - nor</address>
Für eine besondere Arbeitsatmosphäre stehen helle Seminarräume zur Verfügung.
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